Im Bereich des Sozialrechts berate ich Sie schwerpunktmäßig über die Voraussetzungen einer Erwerbsminderungsrente und unterstütze sie dabei diese Leistung zu erhalten. Eine Rente wegen voller Erwerbsminderung erhalten Sie, wenn Sie auf den allgemeinen Arbeitsmarkt auf nicht absehbare Zeit wegen Krankheit oder Behinderung nicht mehr als drei Stunden täglich arbeiten können. Teilweise Erwerbsgeminderte, also Personen, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit zwar noch mindestens drei, aber nicht mehr als sechs Stunden täglich arbeiten könne, erhalten eine um 50% geminderte Erwerbsminderungsrente.

Darüber hinaus bearbeite ich viele Mandate im Bereich des Schwerbehindertenrechts.
Auf Antrag des behinderten Menschen stellen die für die Durchführung des Bundes-versorgungsgesetzes zuständigen Behörden das Vorliegen einer Behinderung und den Grad der Behinderung fest (§ 69 I 1 SGB IX). Die Auswirkungen auf die Teilha-be am Leben in der Gesellschaft werden als Grad der Behinderung nach Zehnergra-den abgestuft festgestellt. Die Maßstäbe des § 30 Abs. 1 des Bundesversorgungsge-setzes und der auf Grund des § 30 Absatz 16 des Bundesversorgungsgesetzes er-lassenen Rechtsverordnung, der Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMed-V) gel-ten entsprechend. Eine Feststellung ist nur zu treffen, wenn ein Grad der Behinde-rung von wenigstens 20 vorliegt (§ 69 I 3-5 SGB IX). Liegen mehrere Beeinträchti-gungen der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft vor, so wird der Grad der Behin-derung nach den Auswirkungen der Beeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen festgestellt (§ 69 III 1 SGB IX). Das Vorliegen eines GdB setzt stets eine Regelwidrigkeit gegenüber dem für das Lebensalter typischen Zustand voraus. Die in der GdB-Tabelle (Anlage zu § 2 Vers-Med-V – VG) aufgeführten Werte sind Erfahrungswerte und stellen alters- und trai-ningsunabhängige Mittelwerte dar. Je nach Einzelfall kann von den Tabellenwerten mit einer die besonderen Gegebenheiten darstellenden Begründung abgewichen werden. Da der GdB seiner Natur nach nur annähernd bestimmt werden kann, sind beim GdB nur Zehnerwerte anzugeben. Dabei sollen im Allgemeinen die folgenden Funktionssysteme zusammenfassend beurteilt werden: Gehirn einschließlich Psy-che; Augen; Ohren; Atmung; Herz- Kreislauf; Verdauung; Harnorgane; Geschlechts-apparat; Haut; Blut einschließlich blutbildendes Gewebe und Immunsystem; innere Sekretion und Stoffwechsel; Arme; Beine; Rumpf. Der GdB setzt eine nicht nur vo-rübergehende und damit eine über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten sich erstreckende Gesundheitsstörung voraus. Bei der Beurteilung des GdB sind auch seelische Begleiterscheinungen und Schmerzen zu beachten. Die in der GdB-Tabelle niedergelegten Sätze berücksichtigen bereits die üblichen seelischen Be-gleiterscheinungen. Sind die seelischen Begleiterscheinungen erheblich höher als aufgrund der organischen Veränderungen zu erwarten wäre, so ist ein höherer GdB gerechtfertigt. Vergleichsmaßstab ist nicht der behinderte Mensch, der überhaupt nicht oder kaum unter seinem Körperschaden leidet, sondern die allgemeine ärztli-che Erfahrung hinsichtlich der regelhaften Auswirkungen. Außergewöhnliche seeli-sche Begleiterscheinungen sind anzunehmen, wenn anhaltende psychoreaktive Stö-rungen in einer solchen Ausprägung vorliegen, dass eine spezielle ärztliche Behand-lung dieser Störungen – z. B. eine Psychotherapie – erforderlich ist. Ähnliches gilt für die Berücksichtigung von Schmerzen. Die in der GdB-Tabelle angegebenen Werte schließen die üblicherweise vorhandenen Schmerzen mit ein und berücksichtigen auch erfahrungsgemäß besonders schmerzhafte Zustände. Ist nach Ort und Aus-maß der pathologischen Veränderungen eine über das übliche Maß hinausgehende Schmerzhaftigkeit nachgewiesen, die eineärztliche Behandlung erfordert, können höhere Werte angesetzt werden.

Liegen mehrere Funktionsbeeinträchtigungen vor, so sind zwar Einzel-GdB anzuge-ben; bei der Ermittlung des Gesamt-GdB durch alle Funktionsbeeinträchtigungen dürfen jedoch die einzelnen Werte nicht addiert werden. Auch andere Rechenme-thoden sind für die Bildung eines Gesamt-GdB ungeeignet. Maßgebend sind die Auswirkungen der einzelnen Funktionsbeeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen zueinander. Bei der Gesamt-würdigung der verschiedenen Funktionsbeeinträchtigungen sind unter Berücksichti-gung aller sozialmedizinischen Erfahrungen Vergleiche mit Gesundheitsschäden anzustellen, zu denen in der Tabelle feste GdB-Werte angegeben sind. Bei der Beur-teilung des Gesamt-GdB ist in der Regel von der Funktionsbeeinträchtigung auszu-gehen, die den höchsten Einzel-GdB bedingt, und dann im Hinblick auf alle weiteren Funktionsbeeinträchtigungen zu prüfen, ob und inwieweit hierdurch das Ausmaß der Behinderung größer wird, ob also wegen der weiteren Funktionsbeeinträchtigungen dem ersten GdB 10 oder 20 oder mehr Punkte hinzuzufügen sind, um der Behinde-rung insgesamt gerecht zu werden. Um die Auswirkungen der Funktionsbeeinträch-tigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehun-gen zueinander beurteilen zu können, muss aus der ärztlichen Gesamtschau heraus beachtet werden, dass die Beziehungen der Funktionsbeeinträchtigungen zueinander unterschiedlich sein können: Die Auswirkungen der einzelnen Funktionsbeeinträchti-gungen können voneinander unabhängig sein und damit ganz verschiedene Berei-che im Ablauf des täglichen Lebens betreffen eine Funktionsbeeinträchtigung kann sich auf eine andere besonders nachteilig auswirken. Dies ist vor allem der Fall, wenn Funktionsbeeinträchtigungen an paarigen Gliedmaßen oder Organen – also z. B. an beiden Armen oder beiden Beinen oder beiden Nieren oder beiden Augen – vorliegen. Die Auswirkungen von Funktionsbeeinträchtigungen können sich über-schneiden. Die Auswirkungen einer Funktionsbeeinträchtigung werden durch eine hinzutretende Gesundheitsstörung nicht verstärkt.

Bitte beachten Sie, dass eine Prüfung Ihres Falles nur nach Druchsicht aller Unterlagen erfolgen kann. Dazu ist die Herreichung der ärztlichen Unterlagen notwendig. Im Vorfeld einer Rechtsberatung ist Ihrerseite die Erteilung einer Vollmacht sowie einer Schweigepflichtentbindungserklärung erforderlich. Die dazugehörigen Vordrucke erhalten Sie hier.